Versöhnungskirche

Die Versöhnungskirche

Vor 25 Jahren, am 6. April 1986 –am Sonntag „Quasimodogeniti“ (dem Sonntag nach Ostern) - wurde unsere Versöhnungskirche eingeweiht.
Es war eine junge Gemeinde, die da in den Rosenheimer Stadtteilen Aisingerwies, Aising, Pang, Oberwöhr und Endorferau herangewachsen war. Zunächst hatte man sich in einer angemieteten Wohnung und bei der Pfarrerin und Vikaren getroffen. Sogar Konfi-Kurse fanden hier satt, in der Schule in Aising wurden Gottesdienste gefeiert.
Und doch: alle wünschten sich ihren eigenen Ort, ein Zuhause, eine eigene Kirche.

Am 25. September 1985 war es dann soweit: Der Grundstein für die neue Kirche in Rosenheim wurde gelegt. Erinnerungen an diese Zeit finden Sie hier.

Der Name
Versöhnung - der Name unserer Kirche wurde in einer Zeit gewählt, in der Frieden (Abrüstung) und Umweltthemen die Menschen sehr bewegten. 25 Jahren sind vergangen und unglaublich viel hat sich verändert. Und dennoch: diese Themen so wichtig wie je.
So ist der Name unserer Kirche eine Zusage: wir sind versöhnt mit Gott! - Und er ist auch Auftrag:
Versöhnung soll werden unter den Menschen und zwischen Mensch und Natur. Das Thema Versöhnung wird uns durch das Jubiläumsjahr 2011 begleiten. Die Themen und Veranstaltungen finden Sie hier.

Kirche der Begegnung
Es gibt kaum jemanden, der unentschieden bleibt, wenn er den Gottesdienstraum betritt. Entweder man fühlt sich sofort wohl in diesem Raum oder man hört Sätze wie: „Aber eine Kirche ist das nicht!“ - Es ist eine Kirche, eine Kirche der Begegnung.
Das hatte der Architekt Theo Steinhauser im Sinn. Er wollte eine Kirche bauen, in der man einander begegnen kann:

"Deshalb hat in der Planung die Eingangsdiele als Kommunikations- und Begegnungsraum besondere Bedeutung. Hier begegnet man sich vor und nach den Veranstaltungen. In dieser lichten und freundlichen Halle kann man zwanglos miteinander ins Gespräch kommen und Kontakt zu anderen Menschen finden."

So ist es bis heute, wenn z.B. viele z.B. nach dem Gottesdienst noch zu einem Kaffe bleiben.

Der Gottesdienstraum war von Anfang an als ein Raum gedacht, der vielfältig genutzt wird:

"Der große Gemeinderaum im Erdgeschoß dient auch als Gottesdienstraum. Durch die Gestaltung des Altarraumes und der Altarwand, sowie die Einbeziehung des Dachraumes entsteht ein würdiger und großzügiger Raum, den man in der außen bescheiden wirkenden Anlage nicht erwarten würde."

Der Gottesdienstraum wird maßgeblich geprägt durch die große Batik an der Ost- bzw. Altarseite.
Die Künstlerin Barbara Strohm schreibt:

"Es entstand der Gedanke eines pflanzlichen Motivs, etwas Wachsendes auszudrücken, das Befreiung aus mancherlei Zwängen, in die wir eingespannt sind symbolisiert."

Seit dem Erntedankfest 2009 gehört auch der "Sonnengesang des Franz von Assisi" der Künstlerin Angelika Mayer-Spannagel zur Versöhnungskirche. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch die Spende des verstorbenen Gemeindegliedes Werner Kranz.